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Trekking und Bergtouren in Südamerika bieten einen nicht unwesentlichen Vorteil: um das Zielgebiet zu erreichen, ist keine längere Anfahrt / Anmarsch erforderlich. Somit bieten sich hier Reiseziele, die
auch bei kürzerer Urlaubsdauer realisierbar sind. Nachdem ich 2004 in Bolivien war, wollte ich nun noch einmal zu einer Bergtour in Peru aufbrechen. 1997 war ich am Huascaran gescheitert. Nach
Akklimatisation bei einem Trekking in der Cordillera Huayhuash, wollte ich den höchsten Berg Perus noch einmal angehen.
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Wir bummelten durch die Fußgängerzone “Jirón de la Union” zur Plaza Major. Hier befinden sich die Kathedrale, der Regierungspalast und das Rathaus.
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Zusammen mit Heidi Sinz flog ich via Atlanta nach Lima. Spät in der Nacht kamen wird in unserem Hotel an. Da es gleich am nächsten Tag weiter nach Huaraz gehen sollte, blieb uns nur wenig Zeit, die Stadt
anzuschauen.
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Ein Streik mit Straßenbarrikaden verzögerte unsere Weiterreise zur Cordillera Huayhuash. Wir nutzten den Tag und wanderten nach Pitec.
Auf unserem Trekking begleitete uns Maura, unsere Köchin. Sie stammt aus der Region und kennt sich hier bestens aus. Unser “Guide” hingegen ist das erste Mal hier unterwegs und ließ sich
gerne von Maura den Weg zeigen.
Hier im Nord-Westen der Cordillera Huayhuash trafen wir auf keine weitere Trekker. Dieser Zugangsweg scheint noch relativ unbekannt zu sein.
Vom Pass ging es steil hinab nach Matacancha und weiter zum Lager Quartelhuain (4170 m). Hier trafen wir auf die “Originalroute”.

Über weiche Almböden stiegen wir hinab. In unserem Blickfeld der Jirishanca (6094 m).
Über dem See erheben sich Yerupaja grande, Yerupaja chico und Jirishanca. Maura verwöhnte uns an diesem Abend mit “Trucha”, frisch gefangene Forellen aus dem See.

Direkt vor uns die Siula Grande (6344 m). Bekannt wurde dieser Berg durch den Erlebnisbericht “Sturz ins Leere” von Jo Simpson.
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Am Mittag fuhren wir dann mit einem Bus nach Huaraz. In den letzten Jahren ist die Stadt gewaltig gewachsen. Aus dem eher beschaulichen Bergsteigerdorf ist eine große Stadt mit modernen Geschäfte,
Restaurants und Banken geworden.
Dann konnte es endlich losgehen. Da inzwischen eine stark befahrene Straße von Chiquain durch das Llamac-Tal bis nach Huallanca führt, wählen wir einen anderen Zugang ins Huayhuash
-Gebiet. Auf abenteuerlicher Straße fahren wir nach Quero, dem Ausgangspunkt für unser Trekking.
Fast 1000 Höhenmeter ging es an unserem ersten Trekkingtag bergauf. Eine Rast gönnten wir unser in Mauhay, einer kleinen Siedlung auf 3550 m.
Durch ein Hochtal führte der Weg stetig bergauf zum Lago Sacra (4530 m). Von hier war es nicht mehr weit bis zum Milupass (4710 m). Am Pass bot sich uns der erste Blick auf die schneebedeckten
Berge der Huayhuash.
Am nächsten Morgen steigen wir zur Punta Cacanan hinauf (4690 m). Dieser Pass bildet die kontinentale Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik. Unter uns liegt der rotbraune Pucacocha.
Vorbei an der Laguna Mitucocha führte unser Weg über den Pass Carhuac zur Laguna Carhuacocha. Diesen malerisch gelegenen See erreichten wir nach ca. 8 Stunde. Dabei galt es 1100 Höhenmeter zu bewältigen.
Am nächsten Tag ging es hinein in das “Herz der Cordillera Huayhuash”. Über den Wolken ragen die beiden Gipfel des Yerupaja empor. Mit 6617 m ist der Yerupaja der 2. höchste Berg in Peru.
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Der Weg führt an der Ostseite von drei kleinen Gletscherseen entlang, auf deren Wasseroberfläche sich die Eisriesen spiegeln. Über Moospolster ging es hinauf zur Punta Siula. Umso mehr wir an Höhe
gewannen, umso phantastischer wurde der Blick auf den Siula Gletscher.
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Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Lager “Huayhuash” auf 4350 m. Bei einem Bergbauern konnten wir hier zwei Flaschen “Cerveza” erstehen.
Die Laguna Viconga ist der größte See der Region und dient Lima als Wasserspeicher.
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Am nächsten Tag ging es an der Ostflanke des Trapecio vorbei zur Laguna Viconga.
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Am nächsten Tag stiegen wir zur Punta Cuyoc hinauf. Mit 5020 m ist er der höchste Pass auf unserem Trekking.

Dann ging es die letzten Höhenmeter über ein Sand- und Schotterhang steil hinauf zur Punta Cuyoc. Oben angekommen haben wir eine grandiose Aussicht auf die Südseite der Cordillera Huayhuash.
Am nächsten Morgen wanderten wir ca. 800 m hinab zum Dorf Huayllapa, um dann wieder die gleiche Höhe zu unserem nächsten Lager “Huatiac” aufzusteigen. Vom Lager ist die
Südseite des Diablo Mudo (5350 m) zu sehen.

Von hier aus wollten wir den Diablo Mudo (stummer Teufel) besteigen. Noch im Dunkeln brachen wir auf.
Zwar ohne Gipfelerfolg aber mit phantastischen Eindrücken wechselten in die Ostflanke des Diablo Mudo.

Mehrere Kilometer ging es langsam stetig bergab Richtung Norden. Endlich tauchten die Seen Jahucocha und Solteracocha auf. Hier lag auch das letzte Lager auf unserem
Trekking (4050 m). Über den Seen erheben sich Rondoy, Jirishanca und Yerupaja chico.
Zur Mittagszeit erreichten wir Llamac (3250 m). Hier holte uns ein Bus ab und brachte uns zurück nach Huaraz.

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Am Rio Pumarinri bauten wir unser nächstes Lager auf. Ganz in der Nähe befindet sich eine Thermalquelle, in der wir nach Tagen wieder einmal ein Bad nehmen konnten.
Noch einmal ging der Blick zurück. Über kleinere Seen zeigt sich die Bergkette der Cordillera Raura.
Anschließend stiegen wir über Almwiesen hinab zu unserem Lager “Huanacpatay” (4300 m). Unterwegs zeigte sich die Siula Grande mit seiner Südseite.
Gemütlich ging es am nächsten Tag über die Punta Tapush (4770 m), vorbei am Susucocha zum nächsten Lagerplatz “Cashpapampa” (4500 m).
Es sollte ein herrlicher Tag werden, ideal für eine Gipfelbesteigung. Da wir jedoch weder Steigeisen, noch Pickel und Seil dabei hatten, verzichteten wir auf die letzten Höhenmeter zum Gipfel.
Über malerischen Gletscherseen erhebt sich der Huacrish. Nach langer Rast stiegen wir in das gleichnamige Tal hinab.
Es folgte unser letzter Trekkingtag. Am Pampa-Pass (4300 m) geht der Blick noch einmal zurück zum Jirishanca, Yerupaja chico und grande.
In Huaraz gönnten wir uns einen Ruhetag auf der Hotelterrasse. Dabei hatten wir stets unser nächstes Ziel vor Augen: den Huascaran.
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Zunächst ging es durch einen Eukalytuswald langsam bergauf bis wir zu einem Moränenrücken kamen, über den es steil zum Basislager hinauf ging.
Über Felsen und Gletscherschliffplatten führte am Folgetag der weitere Aufstieg.
Beim Aufstieg immer im Blickfeld, der kleinere Nordgipfel (6655 m) und der höhere Südgipfel (6768 m).
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Ausgangspunkt für die Besteigung des Huascaran ist Musho. Ein kleines Dorf auf 3020 m.
Das Basislager des Huascaran liegt auf 4250 m. Unten im Tal sahen wir Musho. Auf der anderen Talseite die Bergkette der Cordillera negra.
Inzwischen gibt es auf 4675 eine große Hütte, die jedoch offensichtlich kaum genutzt wird. Gäste trafen wir hier nicht an. Dafür reichte der Platz im Basislager kaum aus.
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