Buch, Video, CD
BergVita

Asien
Afrika
Südamerika
Neuseeland

Vorträge

Links

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peru - Im Land der Inkas

Nach meinen Expeditionen im Himalaya wollte ich 1997 wieder eine Reise nach Südamerika unternehmen. Die Andenländer mit ihrer Geschichte und Kultur weckten in mir ein besonderes Interesse. Mein nächstes Reiseziel war Peru. Zunächst unternahmen wir eine Rundreise durch den Süden des Landes, anschließend folgten Bergtouren in der Cordillera blanca.

 

Arequipa Misti

Arequipa verdankt diesen Namen dem weißen Tuffstein, aus dem die meisten Häuser errichtet sind. Die Stadt wurde 1540 von den Spaniern gegründet, nachdem sie das Inka-Reich erobert hatten.

10 Arequipa Igl la Compania

Hauptattraktion der Stadt ist das Dominikanerkloster Santa Catalina. Die Klosteranlage gleicht einer kleinen Stadt mit engen Gassen, Höfen, Gärten und den Wohnhäusern der Nonnen.

Arequipa Santa Catalina Peru 23

Unsere erste Station in Peru war Arequipa. Diese zweitgrösste Stadt Perus liegt auf einer Höhe von 2335 m am Fusse des Vulkans Misti (5849 m).

 

Arequipa Plaza

Im Zentrum der Stadt liegt die Plaza de Armas. Sie ist an drei Seiten von Laubengängen umgeben. An der 4. Seite liegt die Kathedrale. Ihr gegenüber in einer Ecke befindet sich die Jesuitenkirche La Compañia, die 1698 fertig- gestellt wurde. Während die Kathedrale durch durch Erdbeben mehrfach zerstört wurde, überstand die Iglesia La Compañi diese unbeschadet.

Ende des 16. Jhdt. wurde das Kloster gegründet und dabei einfach ein Teil der Stadt mit einer Klostermauer umgeben. Früher hatten die Nonne hier Bedienstete, die wie Sklaven gehalten wurden.

52 Arequipa Santa Catalina

 

32 Sillustani

In Puno erreichten wir den Titicaca-See. Hier nahmen wir uns ein Boot, um zu den "schwimmenden Inseln der Uros" zu gelangen. Nicht nur die Inseln sind aus Schilfrohr gefertigt, sondern auch die Häuser und Boote.

53 schwimmende Inseln der Uros

Die Uros zählen seit jeher zu den Ärmsten des Landes. Die Legende besagt, dass sie früher ihre Steuern mit ihren Läusen bezahlt haben.

Von Arequipa fuhren wir weiter zum Titicaca-See. Unterwegs machten wir Halt bei den Gabtürmen von Sillustani. Diese Chullpas genannten Türme sind etwa um 1200 n.Chr. während der Colla-Kultur errichtet worden. Mit dem Verstorbenen wurden oft noch weitere Personen eingemauert, damit sie dem Toten dienen konnten.

39 Sillustani Chullpas

 

Titicaca-See - bei den Urus

54 Cuzco Plaza mit Kathedrale

An der Plaza de Armas steht auch die Kirche La Compañia. Sie wurde auf den Grundmauern des Palastes von Inka Huayna Cápac errichtet. Sie zählt zu den schönsten Bauwerken der Stadt.

Cuzco 12-eckiger Stein

Während unseres Aufenthaltes fand das Inti Raymi Fest statt.  Das Fest wird jedes Jahr zur Wintersonnenwende am 24. Juni gefeiert.

55b Cuzco Inti Raymi

Die Festung Sacsayhuamán liegt etwa 200 m über Cuzco. Noch heute geben die gewaltigen Mauerreste Rätsel auf. Unkar ist wie die riesigen Steine herbeitransportiert und wie sie zusammengefügt wurden.

Mit dem Zug ging es nach Cuzco. Sie war früher die Hauptstadt des Inkareiches. In der Sprache der Inka bedeutet ihr Name "Nabel der Welt". Die spanischen Eroberer brannten sie bis auf die Grundmauern nieder. Auf diesen errichteten sie dann die Kathedrale sowie andere Kirchen und Paläste.

16 Cuzco - La Compania

In der Calle Hatun Rumiyoc findet man eine Mauer, die zum Palast des Inka Roca gehörte. In diese Mauer ist ein gewaltiger 12-eckiger Stein eingefügt. Keine seiner Fugen lässt Platz für eine Messerspitze.

55a Cuzco Inti Raymi

Zunächst auf der Plaza de Armas in der Stadt, später auf der Festung Sacsayhuamán dankte der Inka seinem Vater der Sonne, dass sie mit ihrem Licht alle Dinge schuf und erhält.

Sacsayhuaman Inti Raymi
56 Machu Piccu Überblick

 

Man geht heute davon aus, das Machu Picchu ein zeremonielles Zentrum war. Im Zentrum des Tempelbezirks befindet sich das Intihuantana, der “Ort, an dem die Sonne angebunden wird”. Dieser Stein diente wohl astronomischen Beobachtungen sowie der Bestimmung der Jahreszeiten.

58 Macghu Picchu Intihuantana

Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude ist der Torreón. Ein runder Turm, der einen Felsen umschließt. Seine Oberfläche soll als Opfertisch gedient haben. Unter dem Turm befindet sich ein höhlenartiger Raum, “Mausoleum der Könige” genannt. Menschliche Gebeine wurden hier jedoch nicht gefunden.

60 Machu Picchu Agrarterrassen

Von Macchu Picchuu fuhren wir durch das “Heilige Tal der Inka” zurück nach Cuzco. Unterwgs besuchten wir die Ruinen von Pisac und Ollantaytambo.

 

Unser nächstes Ziel war Machu Picchu. Die Stadt, auf einem Bergrücken gelegen, wurde 1911 von dem Amerikaner Hiram Bingham entdeckt. Für mehrere Jahrhunderte war sie in Vergessenheit geraten und wurde vom Urwald überwuchert. Die Bedeutung von Machu Picchu ist bis heute ungeklärt.

57 Machu Picchu Haus der Mörser

Machu Picchu bedeutet bei den Einheimischen “Alter Berg”. Man weiß, dass die Stadt etwa 1450 gegründet und nach nicht einmal 100 Jahren wieder verlassen wurde. Da auch die spanischen Eroberer nichts von der Existenz der Stadt wussten, blieb sie von deren Zerstörungswut verschont.

59 Machu Picchu Torréon

Als die Spanier nach Südamerika kamen fielen ihnen als Erstes die Anbauterrassen für die Landwirtschaft auf. Sie nannten diese Terrassenanlagen andenes (Plattformen). Diese Bezeichnung übertrug man schon bald auf die gesamte Gebirgsregion.

Pisac 1

Nach unserer Rundreise durch den Süden Perus flogen wir nach Lima zurück, um von hier nach Huaraz weiterzufahren. Der stimmungsvollster Platz in Lima ist die Plaza Mayor, an dem sich Regierungspalast, Kathedrale und Rathaus befinden.

Lima 3

Beliebter Anziehungspunkt in der Stadt ist der stimmungsvolle Markt der Indios. Hier kann man wunderbar und unaufdringlich die Einheimischen beim Handeln beobachten.

Huaraz - Indiofrau mit Kind

 

Auf dem Markt gibt es Obst, Gemüse, Fisch und natürlich Kartoffeln in den verschiedensten Variationen.

 

 

 

Huaraz Überblick

Huaraz liegt im Rio Santa Tal, das sich zwischen den Cordillera Blanca und Negra erstreckt. Die Stadt gilt als das Chamonix der Anden und ist Ausgangsort für Bergtouren in den weißen Kordilleren.

Huaraz - Markt Gewürzstand

 

61 Huaraz Markt
Chavin de Huántar - Eingang zum Castillo

Die Ruinen waren früher eine Tempelanlage. Mittelpunkt bildet das Castillo, zu dem auch ein unterirdisches Labyrinth von Gängen und Kammern gehört. Im Zentrum der kreuzförmig angeordneten Gänge befindet sich der 4,50 m hohe Monolith   “El Lanzón”. Wahrscheinlich fanden hier Opferzeremonien statt.

Von Huaraz unternahmen wir einen Tagesausflug zu den Ruinen von Chavin de Huántar. Die Chavin Kultur gilt als die erste Hochkultur Perus und dauerte von 1000 bis etwa 200 v. Chr.

Chavin de Huántar - Lanzon
233  Aufstieg zum Ischinca HL

Das Ishinca-Tal ist ein wild-romantisches Tal, das am Ende vom Toccllaraju abgeschlossen wird. Die Besteigung des Ishinca bot keine besondere Schwierigkeiten. Sie diente uns dazu, wieder die notwendige Sicherheit im Eis zu finden.

254 vor Toclaaraju HL

Nach einem Erholungstag in Huaraz wandten wir uns dem nächsten Ziel, dem Huascaran zu. Mit 6768 m ist er der höchste Berg Perus und bereits von Huaraz aus zu sehen. In den Tagen zuvor ging eine Eislawine ab und begrub 2 Bergsteiger unter sich. Daraufhin wurde er für Besteigungen vorübergehend gesperrt.

314 Huascaran Nordgipfel

Über zwei Hochlager erfolgte die Besteigung. Höhenprobleme hielten mich im 2. Hochlager fest, während meine Kameraden den Gipfel erklommen.

326 Huascaran im Abendrot

Krönender Abschluss unserer Reise sollte die Besteigung des Alpamayo werden. Diese Pyramide aus Fels und Eis ist einer der schönsten Berge unserer Erde.

346 Alpamayo vom BC

Über dem Basislager ragte der Alpamayo auf. Gegenüber sahen wir in der Ferne die spitze Pyramide des Artesonraju.

356 Alpamayo HL

Wir stiegen über die Ferrari-Route auf. Die Wand hat eine Höhe von über 300 m und eine Neigung von etwa 60 Grad.

362 Aufstieg zum Alpamayo Gipfel

Bei unserer Besteigung verzichteten wir auf Fixseile, so dass wir für Auf- und Abstieg den ganzen Tag benötigten. So war es schon dunkel als wir wohlbehalten wieder im Hochlager eintrafen.

373 Alpamayo Abstieg

 

Für unsere geplanten Bergbesteigungen in der Cordillera blanca war Huaraz der ideale Ausgangspunkt. Unser erstes Ziel waren zwei Berge im Ishinca Tal. Von hieraus wollten wir zunächst den Ishinca - 5530 m, anschließend den Tocclaraju - 6192 m besteigen.

 

234 Ischinca

Nach erfolgter Besteigung wechselten wir in das Tocclaraju Hochlager auf ca. 5300 m. Leider schlug in der Nacht das Wetter um. Schneefall und Sturm zwangen uns abzusteigen und wieder nach Huaraz zurückzukehren.

304 Huascaran Hauptgipfel

Dank der Kontakte unseres einheimischen Bergführers bekommen wir schließlich doch die Erlaubnis, den Huascaran zu besteigen.

324 Huascaran Abstieg

Bei unserer Rückfahrt nach Huaraz erstrahlte der doppelgipflige Berg über dem Rio-Santa-Tal im Abendrot.

332 Aufstieg zum Alpamayo BC

Ausgangspunkt ist Cashapampa. Vor hier aus stiegen wir durch das Santa Cruz Tal in das Basislager auf, das auf etwa 4350 m liegt.

342 Alpamayo BC mit Artesonraju

Unser Hochlager lag auf 5400 m. Von hier hatte man einen eindrucksvollen Blick auf die Süd-West-Wand, die wir durchsteigen wollten.

63 Alpamayo

Frühmorgens noch bei Dunkelheit brachen wir auf. Nach etwa 10 Seillängen mit luftiger Kletterei erreichten wir den Gipfelgrat.

366 Alpamayo Abstieg

Man nächsten Tag stiegen wir ins Basislager ab und kehrten nach Huaraz zurück. Abschluss der Reise bildete eine Pachamanca. Hierbei werden in einem “Erdofen” auf heißen Steinen Gemüse, Kartoffel und Fleisch gegart. Bei andiner Musik und kühlem Bier feierten wir unsere Gipfelerfolge.