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Ecuador - Vulkanberge am Äquator Galápagos
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Die Andenländer Argentinien, Bolivien, Chile und Peru hatte ich nun kennen gelernt. Eines fehlte noch: Ecuador. Viel hatte ich schon von diesem kleinsten der Andenländer gehört. Auf engstem
Raum bietet das Land eine ungewöhnliche Vielfalt. Im Westen ein einsamer Küstenstreifen, im Zentrum schneebedeckte Vulkanberge, im Osten der unendliche Dschungel des oberen Amazonasbeckens. Und nicht
zuletzt das Galápagos Archipel im Pazifik. In dieses Land ging im Januar 1999 meine nächste Südamerikareise. Ausgangspunkt war Quito und “die Straße der Vulkane”.
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Ecuador verdankt seinen Namen der Lage am Äquator. Nach einem 15-stündigen Flug landete unsere Reisegruppe in Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Quito wurde 1487 von den Inka eingenommen und war neben
Cuzco bis zur Invasion durch die Spanier 1534 eine der beiden Hauptstädte im Inkareich.
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Eine guten Überblick über die Stadt bekommt man vom Cerro Panecillo, einem kleinen Hügel südlich der Altstadt. Gut zu erkennen sind der schach- brettartige Aufbau der Altstadt mit der Plaza
Independencia und Plaza San Francisco. In der Ferne kann man bei guter Sicht die eisbedeckten Berge (u.a. den Cayambe) sehen. Auf dem Panecillo die Statue der Jungfrau von Quito.
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Heute gilt die Stadt als eine der schönsten Städte Südamerikas. 1978 wurde sie als erste Stadt in die Liste des UNESCO-Weltkultur- erbe aufgenommen.
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Dieser Regierungssitz ist wohl der einzige auf unserer Erde, in dessen Erdgeschoss sich Souvenirläden und Kunsthandwerksgeschäfte befinden.
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Ein Spaziergang durch das koloniale Quito führt zur Plaza de la Independecia. Eingerahmt wird der Platz von der Kathedrale, dem Bischofspalast, Rathaus und Regierungsgebäude.
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Die Wache am Eingang zum Regierungspalast trägt eine Uniform aus dem 19. Jahrhundert.
In den Arkadengängen des Bischofspalastes finden sich kleine Geschäfte, Schuhputzer bieten hier ihre Dienste an.
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Der zweite große Platz in der Altstadt ist die Plaza San Francisco. Die Franziskanerkirche und das benachbarte Kloster wurden auf den Grundmauern des ehemaligen Inka-Palastes errichtet. Mit dem Bau der
Kirche wurde 1534 kurz nach der Gründung der Stadt begonnen. Sie ist damit das älteste Gotteshaus in Südamerika.
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Im Inneren der Kirche beeindrucken die barocken Schnitzereien sowie die reichlichen Goldverkleidungen.
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Für Ecuador von Bedeutung ist die Kirche San Augustin. Hier wurde 1809 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. In den Katakomben liegen die Gebeine der Freiheitkämpfer. Zur Kirche gehört eine
Klosteranlage mit einem schöner Innenhof .
Als schönste Kirche gilt die Jesuitenkirche La Compañia. 1605 wurde mit ihrem Bau begonnen, erst nach 163 Jahren war sie fertiggestellt. Fassade und Innenausstattung gelten als ein
Meisterwerk des kolonialen Barocks. Ca. 1000 kg Gold sollen bei der Innenverkleidung verarbeitet worden sein.
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Zwischen der Altstadt (Casco colonial) und dem neuen Statdteil (Quito Nuevo) liegt der große Park El Ejido. Ein beliebter Treffunkt für Jogger, Musikgruppen und Straßenverkäufer.
Die kleinen andinen Geschäfte und das angebotene Kunsthandwerk laden zum Bummeln durch den Park ein. Bettler und Taschendiebe suchen ebenfalls ihr Glück.
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In der Neustadt befindet sich die größte Kirche der Stadt. Die Basilica national wurde erst 1985 nach fast hundert- jähriger Bauzeit im neu- gotischen Stil fertiggestellt. Das Mittelschiff wirkt kalt.
Schön sind jedoch die bunten Glasfenster. Mit einer Höhe von 140 m besitzt sie die höchsten Kirchtürme in Südamerika.
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23 km nördlich von Quito liegt das Dorf San Antonio und La Mitad del Mundo (“Die Mitte der Welt”). 1736 wurden hier von einer französische Expedition verschiedene Messungen vorgenommen und so
die Lage des Äquators bestimmt. Heute wissen wir, dass der Äquator ca. 200 m entfernt verläuft.
Der globige Monumentalbau mit der Erdkugel auf der Spitze beherbergt ein Museum das die Geschichte des Landes zum Gegenstand hat.
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Von Quito aus fuhren wir auf der Panamericana Richtung Süden. Bereits Alexander von Humboldt, der 1802 Ecuador bereiste, war auf dieser Straße unterwegs. Er nannte sie die "Straße der Vulkane".
Auf beiden Seiten dieser Traumstraße ragen riesige, zum Teil vergletscherte Vulkanberge empor.
Nun folgte die Besteigung des Cotopaxi. Er ist der höchste aktive Vulkan der Erde. Kurz nach Mitternacht brachen wir von unserem Lager auf. Die Äquatorsonne zwang uns hierzu, da sie bei Tage
den Gletscher aufweicht und so Querungen von Spalten gefährlich werden. Spätestens gegen Mittag sollte man die Gletscherzone wieder verlassen haben.

Höchster Berg des Landes ist der Chimborazo, 6310 m. Bis der Himalaya erforscht wurde galt er als der höchste Berg der Erde. Im gewissen Sinne ist er es heute noch, denn sein Gipfel ist der
Punkt der Erdoberfläche, der Dank der Ausbuchtung der Erde am Äquator am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist.
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Erster Gipfel, den wir bestiegen, ist der erloschene Vulkan Corazon. Er ist 4800 m hoch. Trotz dieser Höhe ist er in der Regel schnee- und eisfrei und leicht zu besteigen. Wenig südlich ragen
die beiden Gipfel des Illiniza empor. Wir bestiegen den 5116 m hohen Illiniza norte, der im oberen Bereich einige Kletterpassagen bietet.
So erreichten wir bei Sonnenaufgang den Gipfel. Besonders eindrucksvoll war der Blick in den Vulkankrater. Ein Schwefelgeruch war deutlich vernehmbar. Ein phantastisches
Panorama entschädigte für die Anstrengung des nächtlichen Aufstieges.
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Spektakulärster Streckenabschnitt ist die sog. Teufelsnase: Nariz del Diablo. An diesem markanten Bergvorsprung befindet sich die steilste Bahnstrecke der Welt. Im Zickzackkurs werden hier
500 m Höhenunterschied auf gerade zwei Kilometer Strecke bewältigt. Bei dem extremen Gefälle muss ein Schaffner auf dem Dach den Zug mit bremsen.

Ein Höhepunkt meines Abstechers ins Amazonasgebiet stellte zweifelsohne eine Fahrt auf dem Rio Pastaza mit einem Einboot dar. Solch eine Flussfahrt ist eine rechte Schaukelei und sehr
gewöhnungsbedürftig. Insbesondere bei Stromschnellen hatte ich große Sorge zu kentern.
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Um Ecuador quasi im Vorbeifahren näher kennen zu lernen, unternahmen wir noch eine Fahrt mit dem Zug von der Sierra Richtung Küste. Man reist üblicherweise auf dem Dach des Zuges. Bei dieser Fahrt zogen
innerhalb weniger Stunden die verschiedenen Vegetationszonen des Landes an uns vorbei.
Im Westen Ecuadors liegt der Oriente. In dieser Urwaldregion entspringen der Rio Pastaza und der Rio Napo. Zwei Flüsse, die sich später zum Amazonas vereinen. Unter der Führung eines
Einheimischen durchstreiften wir mehrere Tage den Urwald. Wir besuchten die hier lebenden Indianer und lernten viel über die Flora und Fauna des tropischen Regenwaldes.
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Bei unseren Landausflügen konnten wir u. a. Meerechsen, Landleguane, Seelöwen sowie die verschiedensten Vogelarten beobachten. Blaufuss- und Maskentölpel, Fregattvögel,
Kormorane und viele mehr. Der Archipel beherbergt eine einzigartige Tierwelt, deren Erhalt uns allen am Herzen liegen sollte.

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Zu Ecuador gehören auch die Galápagos Inseln, ein Archipel, das etwa 1000 km westlich der Küste im Pazifik liegt. Hier sollte unsere Südamerikareise ausklingen. Ihren Namen verdankt die Inselgruppe den
Schildkröten (galápagos). Man erkundet sie am Besten im Rahmen einer Schiffsreise. Tagsüber geht man an Land, um die Tierwelt zu beobachten, in der Nacht fährt man dann zur nächsten Insel.
Zu den gefährdeten Tierarten gehören insbesondere die Riesenschildkröten. Von den einstmals 14 Unterarten sind inzwischen 3 ausgestorben. Die Charles Darwin Station hat sich
die Aufzucht dieser bedrohten Tierart zur Aufgabe gemacht. Hier und in einem Reservat kann man die bis zu 200 Jahre alten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
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Videoaufnahmen von dieser Reise sind auf DVD erhältlich. Bestellung nur per E-Mail.
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