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Am 1. Juni 2001 erschoss der Kronprinz von Nepal seinen Vater, König Birenda, seine Mutter, Bruder und Schwester sowie 5 weitere Verwandte. Er selbst verstarb 2 Tage später an einem Kopfschuss, den
er sich selbst zugefügt hatte. Zum neuen Regenten wurde der Bruder des Königs, Gyanendra, ernannt.
In der Folge entwickelte sich der seit Jahren bestehende Konflikt mit den maoistischen Rebellen zum Bürgerkrieg, der mehr als 14.000 Menschenleben forderte. Ziele der Maoisten war die Abschaffung
der Monarchie und die Einführung eines kommunistischen Systems.
Am 01.02.05 kam es zur staatsstreichartigen Machtübernahme durch den König. Über das Land wurde der Ausnahmezustand ver- hängt und eine militärische Offensive gegen die Maoisten angekündigt. Im
April 2006 musste sich der König den Protesten aus der Bevölkerung sowie dem internationalen Druck beugen und das von ihm aufgelöste Parlament wieder einsetzen. Im Gegenzug verkündeten die Maoisten eine Waffenruhe.
Neuer Ministerpräsident wurde Girija Prasad Koirala. Der 84-jährige ist Nepals 15. Regierungschef in 16 Jahren und hatte das Amt zuvor bereits vier Mal inne.
Nach freien Wahlen im April 2008 und konstituierender Versammlung am 28.05.08 wurde nach 240 Jahren aus dem Königreich Nepal die “Föderative Republik Nepal”. Der König musste
binnen 14 Tagen den Königspalast verlassen, damit dieser in ein Museum umgewandelt werden konnte. Aus den Parlamentswahlen gingen die Maoisten als klaren Sieger hervor, verfehlten jedoch die absolute Mehrheit. Im
Juli 2008 wurde Ram Baran Yadav von der Kongresspartei zum ersten Präsidenten der Republik gewählt. Im 2. Wahlgang konnte er sich gegen den Kandidaten der Maoisten durchsetzen. Der ehemalige Rebellenführer und
Maoistenchef Pushpa Kamal Dahal (Kriegsname 'Prachanda', der Grimmige) wurde mit einer Mehrheit von 464 Stimmen aus 20 Parteien der Verfassungsgebenden Versammlung zum Ministerpräsidenten der Republik Nepals
gewählt. Im Mai 2009 trat er jedoch wegen Querelen mit dem Staatspräsidenten von seinem Amt zurück.
In den folgenden Monaten wurde in etlichen Wahlen nach einem neuen Ministerpräsident gesucht. Erst im 17. Versuch wurde am 3. Feb. 2011 schließlich Jhalanath Khanal von der gemäßigten Vereinigten
Marxistisch-Leninistischen Partei (UML) zum neuen Regierungschef gewählt Die jetzige Wahl wurde möglich, da Maoistenchef Pushpa Kamal Dahal seine Kandidatur zuvor zurückgezogen und sich öffentlich hinter Khanal
gestellt hatte. Die Maoisten stellen mit 236 Abgeordneten die größte Fraktion im Parlament, dem 601 Mitglieder angehören. Khanals UML verfügt dagegen nur über 91 Mandate.
Obwohl sich Anschläge und Protestaktionen bisher nicht gegen Ausländer und Touristen richteten, sind Reisende in Nepal besonderen Unwägbarkeiten ausgesetzt. Die Lage bleibt weiterhin instabil.
Unruhen sind zu keiner Zeit auszuschließen. Wer reist, sollte sich über die aktuelle Lage informiert halten, sich potentielle Gefährdungen bewusst machen und die folgenden Hinweise beachten: Immer wieder kommt es
landesweit und auch in Kathmandu zu Bombenanschlägen.
Aktuelle Informationen findet man unter:
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/NepalSicherheit.html
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