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Nepal
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Will man Nepal kennen lernen, ist es erforderlich die Hauptstadt Kathmandu zu verlassen und ins Hinterland zu fahren. Hier lebt etwa 90 % der Bevölkerung. Im Süden des Landes liegt der Terai. Hier
herrscht subtropisches Klima. Bei einer Safari im Chitwan Nationalpark kann man Panzer-Nashörner und mit etwas Glück einen der wenigen Tiger beobachten.

Charakteristisch sind die Terrassenfelder. Das Klima ist gemäßigt, obwohl man sich auf demselben Breitengrad wie die Kanarischen Inseln befindet.
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Im Mittelland liegen die fruchtbaren Hochtäler von Kathmandu und Pokara. Landwirtschaftliche Nutzflächen finden sich jedoch bis in Höhenlagen von 3000 m.
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Es wird überwiegend Reis und Getreide angebaut. Das Klima lässt bis zu drei Ernten im Jahr zu. Die Bestellung der Felder erfolgt in traditioneller Art mit Hilfe von Büffeln.
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In den Bergen ist der Einsatz von Maschinen prinzipiell nicht möglich. Das Getreide wird noch mit der Sichel geerntet.

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Anschließend wir das Getreide in einer Mühle mit Hilfe eines einfachen Mühlsteines gemahlen.
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Auf Grund der Landschaftsstruktur besitzt Nepal ein nur wenig ausgebautes Straßen- netz. Das gesamte Land verfügt nur über etwa 3000 km an asphaltierten Straßen. Wichtigstes Fortbewegungsmittel sind
die eigenen Füße. Ein riesiges Netz an Wegen durchzieht das Land. Flüsse und Schluchten werden auf Hängebrücken überquert.
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Diejenigen, die es sich leisten können, legen größere Strecken mit dem Flugzeug zurück. Es gibt über 40 regionale Flugplätze. Hierzu gehören auch die sog. STOL-Flugplätze (short take off and landing) mit
ihren kurzen Landebahnen.
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Der Transport von Gütern erfolgt jedoch auch heute noch überwiegend durch Träger, die auf schmalen Saumpfaden oft hohe Pässe überwinden.

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Nicht selten sind sie tagelang unterwegs, um Material an einen bestimmten Ort zu transportieren. Ihr Verdienst liegt etwa bei 15 Rupie/kg
Traglast, wobei sie für Essen und Unterkunft selbst aufkommen müssen.
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Auf die gleiche Weise erfolgt auch ein Krankentransport. Von Angehörigen wird der Patient in die nächste Krankenstation gebracht. Da diese oft nur in größeren Orten zu finden sind, erfordert ein solcher
Transport oft mehrere Tage.
In die entlegenen Gebiete kommen nur selten Besucher. Wenn dies der Fall ist, dann ist dies sofort ein Grund, ein Fest zu feiern. Bis tief in die Nacht wird gesungen, getanzt
und gelacht. Für wenige Stunden werden die Alltagssorgen vergessen.
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Nur dünn besiedelt sind die Hochregionen an den Südhängen des Himalayas. Es ist ein hartes Leben, das die Menschen hier führen.
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Ist die Bevölkerung im Süden und Mittelland überwiegend hinduistischen Glaubens, so dominiert im Norden der Buddhismus. Die bekannteste buddhistische Volksgruppe
sind die Sherpas, die ursprünglich aus der ost-tibetischen Provinz Kham stammt und sich im Solu Khumbu angesiedelt hat.

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Die Berge sind für die hier lebenden Menschen seit jeher von besonderer Bedeutung. Sie sind die Wohnstätte ihrer Götter. Der Gauri Shankar gilt als einer der heiligsten Berge, er ist der Wohnsitz von
Shiva.
Fast in jedem Dorf findet man eine Gompa (Kloster), in denen oft nur wenige Mönche leben. Größere Klöster verfügen oft über eine umfangreiche Bibliothek. Die Bücher bestehen aus losen Textseiten, die
von zwei hölzernen Buchdecken zusammengehalten werden. Eingeschlagen in bunten Seiden- tüchern liegen sie in den Kastenschränken.
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Auch wenn die Gompas oft recht klein sind, so beein- drucken sie doch durch ihre aufwendigen Wandmalereien. Häufig sieht man auch große Gebetstrommeln, die durch Wasserkraft in Bewegung gesetzt werden.
Auf ihnen steht die Mantra “om mani padme hum”.
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Überall sieht man Gebetsfahnen und Mani-Steine. Auch auf den Mani-Steinen ist mehrfach die Mantra “om mani padme hum” eingemeißelt. Übersetzt bedeutet sie: “Oh, Juwel in der
Lotusblume”.
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Das Hochgebirge ist in den letzten Jahren bei Touristen immer beliebter geworden. Solu Khumbu, Langtang und Kali Gandaki sind beliebte Trekker-Ziele. Die Wanderer und Bergsteiger sind inzwischen zu einer
wichtigen Devisenquelle für das Land geworden und haben dazu beigetragen, dass die Landflucht sich verringert.
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Der Tourismus stellt jedoch auch eine Gefahr für die Region dar. Das Ökosystem hat seine Belastungsgrenze bereits erreicht. Zwingend erforderlich ist, dass das Abholzen des Waldes eingestellt wird und
andere Energiequellen wie Kerosin zum Kochen genutzt werden.
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Weitere Information zu Nepal sind in meinem Buch “Mein Weg zum Dach der Welt” enthalten. Bestellung über Buchhandel, Verlag oder per
E-Mail.
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Am 1. Juni 2001 erschoss der Kronprinz von Nepal seinen Vater, König Birenda, seine Mutter, Bruder und Schwester sowie 5 weitere Verwandte. Er selbst verstarb 2 Tage später an einem Kopfschuss, den
er sich selbst zugefügt hatte. Zum neuen Regenten wurde der Bruder des Königs, Gyanendra, ernannt.
In der Folge entwickelte sich der seit Jahren bestehende Konflikt mit den maoistischen Rebellen zum Bürgerkrieg, der mehr als 14.000 Menschenleben forderte. Ziele der Maoisten war die Abschaffung
der Monarchie und die Einführung eines kommunistischen Systems.
Am 01.02.05 kam es zur staatsstreichartigen Machtübernahme durch den König. Über das Land wurde der Ausnahmezustand ver- hängt und eine militärische Offensive gegen die Maoisten angekündigt. Im
April 2006 musste sich der König den Protesten aus der Bevölkerung sowie dem internationalen Druck beugen und das von ihm aufgelöste Parlament wieder einsetzen. Im Gegenzug verkündeten die Maoisten eine Waffenruhe.
Neuer Ministerpräsident wurde Girija Prasad Koirala. Der 84-jährige ist Nepals 15. Regierungschef in 16 Jahren und hatte das Amt zuvor bereits vier Mal inne.
Nach freien Wahlen im April 2008 und konstituierender Versammlung am 28.05.08 wurde nach 240 Jahren aus dem Königreich Nepal die “Föderative Republik Nepal”. Der König musste
binnen 14 Tagen den Königspalast verlassen, damit dieser in ein Museum umgewandelt werden konnte. Aus den Parlamentswahlen gingen die Maoisten als klaren Sieger hervor, verfehlten jedoch die absolute Mehrheit. Im
Juli 2008 wurde Ram Baran Yadav von der Kongresspartei zum ersten Präsidenten der Republik gewählt. Im 2. Wahlgang konnte er sich gegen den Kandidaten der Maoisten durchsetzen.
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