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Patan
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Patan gilt als die “Stadt der tausend goldenen Dächer”, als “Stadt der schönen Künste”. Von den Einheimischen wird sie Lalitpur genannt, was “die schöne Stadt”
bedeutet. Sie liegt südlich von Kathmandu bzw. des Bagmati Flusses.
Feuerkatastrophen, Erdbeben und Plünderungen haben der Stadt immer wieder erhebliche Schäden zugefügt, die nicht immer beseitigt werden konnten. Dies ist mit ein Grund, warum heute Patan von einer einst
dominierenden Stadt zu einem Vorort von Kathmandu verfiel.
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Am Durbar Square lässt sich jedoch noch etwas von ihrem einstigen Glanz spüren. Hier befinden sich ein großer Tempelplatz sowie der Königspalast. Der Palast ist ein typisches Beispiel für die nepalesische
Architektur. Charakteristisch hierfür ist die Verschmelzung von Bachsteinbauten mit Holzfachwerk.
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An der Außenfassade des Palastes fallen die kunstvoll geschnitzten Dachbalken und Fenster auf. Jeder Dachbalken hat ein anderes Motiv.
Die Gebäude des Palastes umschließen drei chowks (Innenhöfe). Der Eingang zum mittleren Hof wird von zwei Löwen bewacht. Auch in den großen Innenhöfen lassen sich die kunsthand- werklichen Fähigkeiten der
Newars bewundern. Die Newars sind die größte Volksgruppe im Kathmandu-Tal.
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Dem Königspalast gegenüber liegt der Tempelbezirk. Neben etlichen Pagoden sieht man hier auch Tempel, die im Shikhara-Stil erbaut wurden. Hier spiegelt sich der
indische Einfluss in der Newar-Architektur wieder. Charakteristisch für diesen Tempeltyp sind die Säulenhallen, die bei dem achteckigen Cyasilim Deval drei Stockwerke umfassen. Dieser Tempel ist dem Gott
Krishna geweiht.
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Auch der Krishna-Mandir ist im Shikhara-Stil erbaut. Vor dem Tempel steht auf einer großen Säule Garuda, das Reittier Vishnus und menschenköpfiger Göttervogel.
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Der Tempelplatz wird nach Norden hin von dem Vishvanath- und Bhimsen Tempel abgeschlossen. Die Vishvanath Pagode ist Shiva, der Bhimsen Tempel dem Gott der Händler und Handwerker geweiht.
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Der Vishvanath-Tempel stammt aus dem 17. Jhrdt. Zwei Elefanten mit Reitern stehen zu beiden Seiten des Tempelaufganges.
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Im Kathmandu-Tal leben heute über eine Millionen Menschen Es ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Nepals. Gerade in Patan erahnt man rasch unter welchen ärmlichen Bedingungen selbst in der
Hauptstadt die Einwohner leben. Die Häuser sind oft baufällig, doch für die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten fehlt das Geld. Nur wenige Häuser haben einen Wasseranschluss. An öffentlichen Brunnen
erfolgt die Körperreinigung, aber auch das Waschen der Wäsche.

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Im Süden von Patan liegt das Tibeter-Camp. Dieser Bezirk wird von der nepalesischen Regierung den tibetischen Flüchtlingen als Lebensraum zur
Verfügung gestellt, damit sie hier ihren Traditionen entsprechend weiter- leben können. Im Camp befindet sich auch das Jawalakhel Handicraft Center. Eine Teppich-Weberei, die 1960 mit Unterstützung des
Internationalen Roten Kreuzes sowie der Schweizerischen Entwicklungshilfe und der Nepalesischen Regierung gegründet wurde.
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Derzeit finden ca. 500 Tibeter aus dem Flüchtlingscamp hier Arbeit. Hergestellt werden Teppiche nach traditionellen tibetischen Vorlagen, aber auch im modernen und persischen Design. Die
Erlöse aus der Teppichproduktion werden unter anderem für die Unterbringung und Gesundheitsversorgung der Flüchtlings-Tibeter sowie für die Ausbildung ihrer Kinder verwandt.
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