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Kathmandu
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Unseren Spaziergang durch Kathmandu beginnen wir am Durbar Square, dem zentralen Platz der Stadt. Hier befinden sich der Königspalast sowie etliche Pagoden. Die Pagode ist eine hinduistische Tempelanlage.
Da kein nepalesischer Herrscher ohne die Mithilfe der verschiedenen Gottheiten regiert, errichteten sie für diese um den Königspalast mächtige Pagoden. Diese überragen den Palast deutlich, was die Demut
der Könige vor der Größe der Götter zum Ausdruck bringt.
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Bei einer Pagode folgt auf einem Backsteinsockel der eigentliche Tempel, in dem sich ein Abbild der zu verehrenden Gottheit findet. Das Dach besteht zumeist aus mehreren immer kleiner werdenden
Stockwerken. Im Zentrum des Durbar Square steht der Nava Yogini Tempel. Aus einem Fenster des Tempels blickt das göttliche Paar Shiva und Parvati hinab auf den Platz.
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Shiva ist der mächtigste aller Hindugötter. Er wird in den verschiedensten Inkarnationen dargestellt: einmal als weltabgewandter, meditierender Asket, dann aber auch genusssüchtig und zügellos. Als Herr
über Leben und Tod, als Zerstörer und Alles-Gebender bringt er die Gegensätze aller Dinge zum Ausdruck.
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Eine eindrucksvolle Tempelanlage ist der Kal Bhairav Tempel. Hier wird als Relief Gott Shiva in seiner furchterregendsten Form dargestellt. Er trägt eine Kette aus Totenköpfen, besitzt drei Paar Arme und
ist bewaffnet mit Schirm und Schild. Lange Zeit glaubte man, dass Shiva jeden mit dem Tod bestraft, der vor seinem Bildnis lügt.
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Eine andere hinduistische Tempelform ist der Bahal. Dies ist ein zweistöckiges Kloster mit einem Innenhof, in dem sich meist ein kleiner Reliquienschrein befindet. Der Eingang zum Tempel wird
üblicherweise durch zwei Löwen bewacht. Am Durbar Square befindet sich der Kumari Bahal. Hier wohnt die einzige lebende Göttin, die kindliche Göttin Kumari.
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Größtes Heiligtum der Hindus in Nepal ist Pashupatinath. Diese Tempelanlage ist am Fluss Bagmati gelegen und Shiva, dem mächtigsten aller Hindu-Götter gewidmet. Am Ufer des Flusses liegen die sog.
“Ghats”. Hier erhalten Neugeborene Ihren Segen. Die Gläubigen nehmen ein rituelles Bad, um sich so von ihren Sünden zu reinigen.
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An den Ghats finden jedoch auch die Totenverbrennungen statt. Nach der Verbrennung wird die Asche der Toten in den heiligen Fluss gestreut.
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Hier zeigt sich, dass im Hinduismus Leben und Tod eine Einheit bilden. Das Wasser des heiligen Flusses spendet Neugeborenen Segen, schenkt den Lebenden Kraft und ist die letzte Ruhestätte für die Toten.
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In Pashupatinath trifft man häufig auf Sadhus. Sie sind an ihren langen Haaren und ihren roten oder safrangelben Gewändern zu erkennen. Sie gelten als heilige Männer, die jede Art von Besitz ablehnen und
das Leben auf das Einfachste reduzieren. Da der Hinduismus keine Klöster kennt, müssen sie als Laienmönchen umherziehen.
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Neben Shiva zählt Vishnu zu den bedeutendsten hinduistischen Gottheiten. Er gilt als großer Schützer- und Schöpfergott der Hindus. Ihm ist eine Tempelanlage in Budhanilkantha gewidmet. In einem Teich
schläft hier Vishnu auf einer Schlange. Hindus bringen ihrem Gott Opfergaben in Form von Blütenblättern und Reis. Man glaubt, wenn das Volk in Not sei und seine Hilfe benötige, wird Vishnu aufwachen und
ihm helfen. Noch schläft Vishnu...
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In Nepal leben verschiedene Völkergruppen mit unterschiedlicher Kultur und Religion auf engstem Raum. Im Kathmandu-Tal überwiegt der Hinduismus als Glaubensrichtung. Doch haben gerade in den letzten
Jahren die vielen tibetischen Flüchtlinge dazu beigetragen, dass der Buddhismus an Verbreitung zunimmt.
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Der Stupa von Bodnath ist heute das Zentrum des tibetischen Buddhismus. Der Name Stupa kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “religiöses Denkmal”. Er symbolisiert Buddhas Totenschrein. Von einem
Steinwürfel blicken die Augen Buddhas in alle Himmelsrichtungen. Auf dem Steinwürfel folgt eine Pyramide mit 13 Stufen, die den Weg ins Nirvana zeigen.
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Aus allen Teilen des Landes und auch aus dem Ausland kommen Pilger hierher, um den Stupa zu umschreiten oder in seiner Nähe zu meditieren. Stundenlang sitzen sie hier in Andacht und
drehen ihre Gebetsmühlen.
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In unmittelbarer Nähe des Stupas befinden sich auch einige Klöster. Sie bilden das Zentrum der Gelugpas (Gelbmützen) in Nepal.

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Bei einem meiner Kathmandu-Aufenthalte konnte ich ein Kloster besuchen und den Mönchen bei ihren Rezitationen zuhören.
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Die Nepalesen sind ein Volk das gerne feiert. Meist sind es religiöse Feste, die im ganzen Land oder in der Hauptstadt begangen werden. Im Mai wird der Geburtstag Buddhas gefeiert. Tausende von Pilger
kommen zu diesem Festtag nach Kathmandu. Ihre Pilgerreise führt sie dann zur Stupa von Bodnath oder nach Swayambhunath.
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Den ganzen Tag umschreiten die Gläubigen den Stupa. Stimmungsvoll wird das Fest am Abend. Auf dem Stupa und um ihn herum zünden die Pilger Butterkerzen an. Der Stupa erstrahlt in einem Lichtermeer.
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Die älteste buddhistische Tempelanlage in Asien ist der Stupa von Swayambhunath. Die Anlage wird aufgrund der vielen Affen, die hier herumtoben, auch Affentempel genannt. Unter den wachsamen Augen Buddhas
steigt man eine Treppe mit 365 Stufen zum Stupa hinauf.
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Am äußeren Ring des Stupas befinden sich Gebetszylinder, die von Gläubigen, Mönchen und Pilger in Bewegung gesetzt werden. In den Gebetszylindern befinden sich auf Rollen geschriebene Gebete. Mit jeder
Umdrehung gelten diese als gesprochen.
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Straßenverkäufer bieten Tigerbalsam, Khukri-Messer oder eine Saranghi (viersaitige Geige) an. Cafes, Bars und Restaurants vervollständigen das Bild von Tham.
Anders ist es an den Obst- und Gemüseständen. Hier kann man sich für bevorstehende Trekking-Touren oder Expeditionen mit frischen Waren versorgen.

Weitere Information zu Kathmandu sind in meinem Buch “Mein Weg zum Dach der Welt” enthalten. Bestellung über
Buchhandel, Verlag oder per E-Mail.
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Ein Stadtteil von Kathmandu, der immer wieder gerne aufgesucht wird, ist Thamel. In den engen Gassen reiht sich ein Geschäft an das andere. Teppiche, Thangkas (tibetische Rollbilder) und sonstiges
Kunsthandwerk ist hier in jeder Preislage zu erstehen. Auch sämtliches Equipement für Trekking und Bergsteigen kann man hier erhalten. In den vielen Souvenirläden wird sicher jeder fündig.
Interessant ist auch ein Gang über die Märkte der Stadt. Vielfältig ist das Warenangebot. Wenn auch die Fleisch- und Fischstände wenig Appetit anregend sind.
Bei Touristen beliebt sind die Gewürzstände. Gewürze und Gewürzmischungen in jeder Geschmacksrichtung werden angeboten.
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