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Etwas umständlich über Dubai und Nairobi erreichte unsere kleine Bergsteigertruppe Entebbe in Uganda. Von hieraus fuhren wir direkt in die Hauptstadt Kampala. Dort wollten wir die letzten Vorbereitungen für unsere
Ruwenzori-Reise treffen.
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Das Ruwenzori-Gebirge liegt im Westen des Landes im Grenzbereich zur DR Kongo. Somit folgte am nächsten Tag erst einmal eine lange Autofahrt nach Kasese. Natürlich machten auch wir am Äquator den üblichen Fotostopp.
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Ausgangspunkt für die Bergbesteigung ist Ibanda. Hier wurden wird schon von den Einheimischen erwartet, die uns als Träger bei der Tour begleiten wollen. Unsere 7-köpfige Gruppe brach schliesslich mit 4 Guides, einem
Ranger und 36 Träger auf.
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Zusätzlich zu dem persönlichen Gepäck tragen unsere Träger 12 kg an Lasten. Somit deutlich weniger als ihre Träger im Himalaya oder in den Anden. Sehr genau nahm man es auch mit dem Wiegen der Lasten, so dass sich
unser Abmarsch lange hinauszögerte.
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Gegen Mittag brachen wird auf. Vor uns lagen 8 Trekkingtage, die uns durch die verschiedensten Vegetationszonen führen sollten. Am 1. Tag hatten wir eine Wegstrecke von 10 km und über 1100 Höhenmeter zu bewältigen.
Bald ging es hinein in den Urwald. Bei hochstehender Äquatorsonne und hoher Luftfeuchtigkeit kamen wir bald ins Schwitzen.
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Überrascht war ich von der Vielfalt der Pflanzenwelt. Die verschiedensten Narzissengewächse und Orchideen waren am Wegesrand zu bewundern.
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Steil ging es zu unserem ersten Lagerplatz hinauf. In einer Höhe von 2650 m liegt die Nyabitaba-Hütte. Wir zogen es jedoch vor, in unseren Zelten zu übernachten.
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Eine lange Etappe lag auch heute vor uns. Mehrere Flüsse mussten überquert werden. In einem stetigen Auf und Ab ging es mühsam über Stock und Stein unserem nächsten Etappenziel entgegen.
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Schliesslich machte der Ruwenzori als Regenmacher seinem Namen alle Ehre. Es begann zu regnen. Jetzt erforderte das Gehen volle Konzentration. Auf den nassen Wurzeln und bemoosten Stein konnte man leicht ausrutschen.
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Von Innen und Aussen durchnässt erreichten wir die John Matte Hütte auf 3350 m. Eine geräumige und zu unserer Überraschung saubere Hütte. Heute schliefen wir alle in der Hütte. Auch in der Hoffnung, dass unsere
nassen Kleider und Schuhe etwas trocknen mögen.
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In der Nacht regnete es heftig und erste Zweifel kamen auf, ob das Reiseziel denn richtig gewählt sei. Auf einen tagelangen Marsch im Regen hatte von uns keiner die rechte Lust.
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Doch der Ruwenzori meinte es gut mit uns und überraschte uns am nächsten Morgen mit einem blauen Himmel. Dennoch von nun an absolvierten wir die Tour in Gummistiefeln. Wir waren alle erstaunt, wie gut es sich in
diesem wechselnden Gelände damit gehen lässt.
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Heute erwartete uns die berüchtigte Bleichmoos Zone “Bigo Bog”. Zunächst kam der “Lower Bog”, eine grosse Ebene mit schlammigen Passagen. Obwohl man versucht, sich von Grasbüschel zu
Grasbüschel vorsichtig vorwärtszutasten, brach man mehrfach im sumpfigen Morast ein.
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Vorbei an Riesensenecien ging es hinauf zum “Upper Bog”, ein Hochtal, das ebenfalls mit tiefem Morast auf uns wartete. Dieses “Bergerlebnis” wurde durch einen Regenschauer vollendet.
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Endlich erreichten wir den Bujuku-See. Von hieraus ist es nur noch ein kurzes Wegstück bis zu unserem nächsten Camp. Doch das Gelände lässt kein zügiges Gehen zu. Und so kurz vor dem Tagesziel wollte ich nicht noch
ein Schlammbad nehmen.
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Die Bujuku Hütte liegt in ein Höhe von 3977 m. Da sie recht klein ist, übernachten die meisten von uns im Zelt.
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Am Abend riss endlich der Himmel auf. In der Ferne war zwischen den Wolken der Mount Baker zu erkennen.
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Es ist der 24. Dezember - Heiligabend. Bei Kerzenlicht, Weihnachtsbaum und einem Glas Wein kam auch bei uns im Urwald eine besinnliche Stimmung auf.
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