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Auf demr Trans-Kalahari-Highway, die 1998 fertig gestellt wurde, geht die Reise weiter Richtung Moremi Nationalpark. Es ist eine schnurgerade Straße, die bis nach Johannesburg führt. Für ein wenig
Abwechslung auf dieser eintönigen Fahrt sorgen ein mächtiger Baobab sowie Antilopen in der angrenzenden Steppe.

Sein Wasser erhält der Fluß während der Regenzeit in Angola. Erst nach 6 Monaten erreicht die Flutwelle die Kalahari, also zu einer Zeit, wenn hier bereits Trockenzeit herrscht. In Mitten der
weiten Wüstenlandschaft entsteht ein riesiges Delta mit fruchtbarem Schwemmland und üppiger Vegetation. Damit wird auch verständlich, dass sich zu dieser Zeit viele Tiere hier einfinden.
Am Folgetag fahren mit einem Geländewagen in den Moremi National Park. Die Tierwelt ist ähnlich faszinierend wie ich sie in Namibia kennen gelernt habe.

Ein enger Verwandter des Wasserbockes ist die Moorantilope. Auch diese Antilopenart findet seine Nahrung im seichten Wasser. Sie ernähren sich von Sumpfgräsern und Wasserpflanzen.
In Wassernähe sind die unterschiedlichsten Vögeln anzutreffen: verschiedene Reiherarten und Störche, Löffler, Nimmersatt u.v.a.m. Auch Nilgänse sind zu sehen. Diese kann man inzwischen
auch bei uns zu Hause entdecken und beobachten.

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Schließlich erreichten wir Maun. Der Ort gilt als Botswanas “Safari-Hauptstadt”, da er als Ausgangspunkt für Touren ins Okavango-Delta dient. Der Okavango ist mit 1600 km einer der
längsten Flüsse Afrikas. Er entspringt im Hochland von Angola, um schließlich weit verzweigt in der Kalahari zu versickern.
Den besten Eindruck von dem Delta bekommt man bei einem Flug über die Wasserlandschaft. Unter uns sind riesige Elefanten- und Büffelherden auszumachen.
Auf Grund der Sumpflandschaft sieht man hier auch Tiere, die in der trockenen Steppe nicht anzutreffen sind. So sind hier viele Wasserböcke zu beobachten. Auch sie werden zu den Antilopen
gerechnet. Auffällig ist ihr dichtes Fell, das einen Wasser abweisenden Effekt hat. Bei Wasserböcken haben nur die männlichen Tiere Hörner.
Auch den farbenprächtigsten Vogel Afrikas - die Gabelracke - konnte ich im Moremi Nationalpark entdecken.
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Von Maun fahren wir weiter Richtung Westen nach Nata. Die Gegend ist nur spärlich bewohnt. Nur einige Streusiedlungen mit den typischen Rundhäusern liegen auf unserem Weg.
Eine Oase in dieser trockenen Landschaft ist die Nata Lodge. Eine Lodge unter privater Führung mit wunderschönen Chalets und einem sauberen Swimmingpool.

Am Abend konnten wir auf der Lodge Buschbabies beobachten. Es sind nachtaktive Tiere, die bei einer Körperlänge von max. 20 cm mit ihren großen runden Augen und buschigem Schwanz auffallen.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung Kasane im Norden von Botswana. Hier ist am Chobe River der gleichnamige Nationalpark gelegen.

Von hier aus kann man mit dem Jeep oder mit Booten zu Tierbeobachtungen starten. Beeindruckt war ich von den riesigen Elefantenherden. Gemächlichen Schrittes zogen sie dicht an unserem Jeep vorbei.
Mit seinen gewundenen Hörnern hinterlässt der Kudu einen imposanten und stolzen Eindruck. Trotz seiner Größe ist er flink und zu gewaltigen Sprüngen fähig.

Der Schreiseeadler hält von Bäumen Ausschau nach Beute. Mit seinem weiß gefiederten Kopf ist er leicht zu erkennen. Er ernährt sich vorwiegend von Fischen und anderen Kleintieren, die am
Ufer des Flusses leben.
Im Chobe River trafen wir immer wieder auf große Rudel von Flusspferden. Am späten Nachmittag kommen sie zum Fressen ans Land. Ansonsten halten sich die “Hippos” primär im Wasser auf.

Am Ufer des Chobe sonnten sich etliche Krokodile. Jederzeit bereit zu zuschnappen, wirkt ein Krokodil mit seinem weit geöffneten Maul immer wieder Furcht erregend.
Am Ende der Reise stand ein Besuch der Viktoria-Fälle auf dem Programm. Ursprünglich war vorgesehen, diese von Zimbabwe aus zu besuchen. Auf Grund einer Einreisewarnung des
Auswärtigen Amtes wechselten wir bei Kazungula über den Zambezi nach Zambia und gelangten von dieser Seite zu den Fällen.

Seinen Abfluss hat der Zambezi durch eine enge Schlucht. Diese nimmt einen Zick-Zack-förmigen Verlauf und stellt aufgrund der vielen Stromschnellen für Freunde des Raftings eine Herausforderung dar.
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Die Straße führt durch die Makgadikgadi Pan. Mit über 6.500 km² ist sie die größte Salzpfanne unserer Erde. Nur selten gelangt Wasser aus dem Okavango bis hierher in die Pfanne.
Die Chalets stehen zwischen Makalani Palmen. Diese tragen gerade ihre Früchte in dichten Trauben. Die Kerne dieser Früchte werden oft mit Schnitzereien versehen und anschließend auf Märkten verkauft.
Ein Ausflug führte uns auch hinaus auf eine Salzpfanne. Auf der völlig vegetationslosen Sowa Pan genossen wir bei einem “sun-downer” die unheimliche Ruhe, die Einsamkeit und einen
phantastischen Sonnenuntergang.
Waren wir von unseren bisherigen Unterkünften bereits positiv überrascht, so stellte die Chobe Game Lodge alles Bisherige in den Schatten. Traumhaft schön am Fluß gelegen mit großzügigen
Zimmern und Blick auf den Chobe. Auf dem weitläufigen Gelände tummelten sich etliche Warzenschweine, Affen und andere Tiere.
Löwen sind tagsüber selten zu sehen. Sie verstecken sich gerne im Dickicht. Mit dem untrainierten Auge des Touristen sind sie somit oft nicht ausfindig zu machen.
Große Büffelherden durchstreifen den Nationalpark. Da sie als recht angriffslustig gelten, näherten wir uns ihnen mit großer Vorsicht.
Höhepunkte unseres Aufenthaltes im Chobe Nationalpark waren die Flussfahrten. Vom langsam dahin gleitenden Boot konnte man den Tieren an Land aber auch im Wasser zusehen.
Der Chobe ist zwar relativ flach, jedoch hat er eine beachtliche Breite. Um so erstaunter war ich, dass Elefanten den Fluss durchschreiten, um auf der anderen Flussseite zu fressen. Dies,
obwohl es auf beiden Uferseiten genügend Nahrung gibt.
Die Flussfahrten dauerten mehrere Stunden und endeten erst nach Sonnenuntergang. Diesen genossen wir bei südafrikanischem Wein in herrlicher Umgebung.
Die Viktoria-Falls zählen zu den großen Weltwundern. Über eine Breite von 1700 m stürzen hier die Wasser- massen des Zambezi über 100 m in eine tiefe Schlucht. Während der Regenzeit ist die
Wassergicht noch aus weiter Entfernung zu sehen. Daher werden die Fälle von den Einheimischen auch “Mosi oa tunya” genannt
(“Hier tobt der Rauch” oder “Der Rauch, der donnert”).
Den besten Eindruck von den Fällen gewinnt man bei einem Rundflug über die Fälle. Dies lohnt jedoch nur wenn der Zambezi wenig Wasser führt, ansonsten ist die Sicht durch die Gischt stark beeinträchtigt.
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